Festival U&D
von © Text | 24.06.2009 | 1 Kommentar
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Von Freitag bis Sonntag (19. – 21.) fand in Würzburg auf den Mainwiesen das alljährliche „Umsonst und Draussen“ statt. Mein erstes Festival dieser Art. Denn im Gegensatz zu anderen großen Festivals bietet das „U&D“ praktisch viele kleine in einem.

Freitag konnten meine Freundin und ich noch nicht dabei sein. Aber am Samstag und bei ausgesprochen gutem Wetter gingen wir (Freundin, Schwester meiner Freundin und ich) beziehungsweise fuhren wir (mit dem Radl) so gegen halb drei hin. Da sich das Festival ausschließlich durch Werbung, Essen und Trinken finanziert, mussten wir unser Trinken am Eingang abgeben. Witzig zu sehen, wie da die ganzen Flaschen, Dosen und sogar Schokoladentafeln aufgereiht da standen.

Wir hatten uns ein paar Bands ausgesucht und wollten noch eine Kleinigkeit essen und die verschiedenen Basare abklappern -viele Überbleibsel aus dem zuvor stattgefundenen Afrikafestival. Naja, da muss MANN eben Geduld aufbringen, wenn FRAU sich nach Schmuck und allerlei anderem Zeugs umguckt. Aber es wäre verlogen, wenn ich nicht zugeben müsste, dass ich auch gern gestöbert habe. Ich hielt Ausschau nach einem Schachbrett. Es gab auch wirklich ein paar, aber leider viel zu teuer.

Nach gefühlten zehn Stunden stehen, kurz gehen, wieder stehen und dazu noch von einer zur anderen Bühne kurz hörend und bissl tanzend, entschieden wir, dass es für den heutigen Tag genug sei.

Am Sonntag grillten wir noch daheim und gingen nachmittags hin. Abermals waren viele Menschen dort. Und nicht nur Jugendliche, sondern Leute jeglichen Alters und das Lustige: immer wieder kreativ (oder auch nicht) gekleidet. Vom Büroanzug über zerfetzte Punkklamotten bis hin zur Normalokleidung -was auch immer man sich darunter vorstellen kann- war alles vertreten. Und diese „free hugs“-Menschen -nicht zu verwechseln mit „free fucks“- gaben auch ein skurilles Bild ab: ein paar Leute wollten ihre Umarmungen kostenlos zur Verfügung stellen und die anderen machten auch reglich Gebrach davon.

Wenn ich etwas bemängeln muss, ist es der lange Weg zwischen der Drinnen und Draussenbühne, und dass die Bands auf der U25 Bühne nur jeweils 20 Minuten Auftritt hatten und „nur“ als Pausenfüller dienten. Naja, nicht alles kann perfekt sein.

Gegen Abend fing es -festivaltypisch- zu regnen an. Wir schoben uns noch etwas asiatisches beziehungsweise afrikanisches Essen rein und suchten Schutz unter den großen Sonnenschirmen. Neben uns drei Amerikaner (behaupte ich mal), die auch in heller Aufregung meinten „time to go“. Die freiwilligen Helfer verteilten noch kostenlose Regenmäntelchen (Plastiküberzug mit groben Löchern für Arme und Kopf), damit nicht alle stürmisch den Platz verließen und keine Erkältungen bekamen. Denn aufgeweichte, nasse und kalte Sachen sind ja prädestinierend für eine Erkältung. Wir schwangen uns dann auch aufs Fahrrad und preschten nach Hause. Etwas durchgeweicht genossen wir noch den Abend und schliefen geschafft ein.

Ich kann jedem empfehlen, auf das „U&D“ zu gehen. Es ist kostenlos, beinhaltet viel Spaß und Abwechslung, und wenn das Wetter stimmt, kann es einem ja nur gut gehen…



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